Der Rosenorden ist ein alter schon fast vergessener Orden. Er war eine Abwandlung der Tempelritter und wurde fast ausgelöscht. 1077 hatte Gottfried die Festung Bouillon belagert, wodurch er seinen Zunamen bekam. Gemeinsam mit seinen Brüdern Eustach III. und Balduin von Boulogne (dem zukünftigen Balduin I. von Jerusalem) führte er ab August 1096 eine etwa 20.000 Mann starke Armee von Lothringen den Rhein und die Donau entlang auf den Balkan. Nach einigen Kämpfen in Ungarn, wo es ihm nicht gelang, seine Männer im christlichen Land an Plünderungen zu hindern, erreichte er im November als erster Kreuzfahrer Konstantinopel. Sehr schnell geriet er in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser Alexios I., der die vor den Toren seiner Stadt auftauchenden „befreundeten Ritter“ mit äußerstem Misstrauen betrachtete und von Gottfried einen Lehnseid auf das byzantinische Kaiserreich verlangte, damit Konstantinopel sicher blieb und alle Gebiete, die die Kreuzfahrer von den Moslems erobern würden, unter seiner Oberhoheit gerieten. Wahrscheinlich legte Gottfried den Eid im Januar 1097 ab, wie auch die meisten anderen Heerführer der Kreuzzüge auf ihrem Weg durch Konstantinopel. Im Jahre des Herrn 1099 erobert Herzog Gottfried von Bouillon mit seinem Heer der Kreuzritter die heilige Stadt Jerusalem. Mit dem Zusammentreffen der Kreuzfahrer in Konstantinopel wurde Gottfried zu einer Nebenfigur im Kreuzzug, da von da an Bohemund von Tarent und Raimund IV. von Toulouse den Lauf der Ereignisse bestimmten. Nach dem siegreichen Kreuzzug lebten neun auserwählte Ritter auf dem Tempelberg. An diesem Ort gründeten sie den sagenhaften Orden der Tempelritter. Der Legende nach entdeckten sie unter dem Tempel des Salomon die sterblichen Überreste von Jesu Christi und den heiligen Gral. Kein Templer hat je geredet und niemand hat ihren Schatz entdeckt. Unzählige haben ihn gesucht und niemand hat ihn gefunden, bis zum heutigen Tag...
Rund 1.000 Jahre später begibt es sich, dass Robert, der Ruhmreiche, mit seiner Sippe die Zeit des 14. Jahrhundert wiederspiegelt. Wir begehen für euch eine Reise in die Gefilde des Mittelalters. Wir reisen von einem Markt zum nächsten, besuchen Turney und Schwertkämpfe und halten diese mit Lichtfängern fest. So können hier alle Gleichgesinte aber auch Neuinteressierte sich einen kleinen Einblick über zahlreiche Veranstaltungen schaffen. Wir sind sicherlich kein Trupp, der 100%ig Detailgetreu ist, da auch hier der Spaß im Vordergrund steht. Scheut euch nicht und sprecht uns an, wir freuen uns immer über neue und altgediegene Leute. Ob Pöbel oder Edelleute, bei uns ist jeder gern gesehen.
Dieser Orden wird nun durch "Robert" neu gegründet, so dass er in der heutigen Zeit weiter bestand hat. Wie kam es dazu? Nach einem grundlegenden Interesse an der "guten alten Zeit" habe ich dann viele Filme gesehen und auch einige Reportagen studiert, bis ich den einen oder anderen Markt besuchte - Später kamen auch Ritterspiele dazu - . Das ganze war mehr zufällig und nicht geplant. Durch meinen Onkel, mütterlicherseits, kam es dann, dass man gemeinsam beschlossen hat, im Jahre des Herrn 2007 auch mal ein Spektakulum zu besuchen. Wir reisten bis an die Küste, Hamburg. Da dort das größte und reisende mittelalters Spectacel der Welt gastierte. Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Hier entstand der Plan an einem Lagerfeuer, sich auch zu Gewanden und einfach unter seines gleichen zu mischen. Nach dem wir alle passend gekleidet waren haben wir uns bei einem Krug Kirschbier zusammen gesetzt und beschlossen: "Wir wollen mitmischen!" Dann im Jahre 2008 kam dann schon mal die Idee eine Kumpaney ins Leben zu rufen, damit wir auch von aussen, als Gemeinschaft erkannt werden. Der Rosenorden war geboren und somit auch die Homepage über unsere Aktivitäten. Erst im Jahre 2009 kam dann das heutige Logo des Drachen mit der Rose.
Inzwischen sind wir eine Hand voll Gefolge und eine Halbwüchsige. Der nächste Schritt wird sein, das wir uns mit einem Lager auf den Spectaculumen präsentieren werden. Damit ihr seht wer hier so sein unwesen treibt, stellen wir uns einfach kurz vor:
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Robert,der Ruhmreiche. |
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Sylvia,Königin des Waldes. |
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Nele,das Licht Gottes. |
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Peter,Herr über Fels und Stein. |
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Susanne,die rote Rose. |
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Vera,Königin des Glaubens und der Religion. |
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Dirk,Herrscher des Volkes. |
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Pamela,die Dunkle und Schwarze. |
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Anita,die Begnadete. |
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Andreas,der Tapfere. |
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Claudia,die Hinkende. |
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Julia,aus dem Geschlecht der Julier. |
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Sir Larry,der aus der Stadt Laurentum. |
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Sabine,Mädchen aus dem Volk der Sabiner. |
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Susanne,die Lilie. |
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Kumpaney,Rosenorden. |
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Kumpaney,Rosenorden. |
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Kumpaney,Rosenorden. |
Im Jahr 1245 wird diese Kirche schriftlich bezeugt, deren Bau bereits eine unbekannt lange Zeit zurück liegt. Bei dieser in
romanischem Stil erbauten Dorfkirche handelt es sich um das heutige Querschiff der Kreuzkirche. Die Mauern, die teilweise noch
heute sichtbar sind, waren aus Bruchstein (Elmkalkstein und Braunschweiger Rogenstein), wie er auch bei dem Bau der Stadtkirchen
Braunschweigs im 12.Jahrhundert verwendet worden ist. Die Kirche hatte ihren Eingang im Norden (die steinernen Türpfosten sind
noch heute im Mauerwerk zu sehen), einen typischen Westturm und kleine romanische Fenster. 1440 wurde die Kirche renoviert,
worauf ein Datumsstein in der Südseite des alten Kirchenschiffes hinweist. Wahrscheinlich wurde zu dieser Zeit auch der Eingang
vom Norden in die Westseite des Turmes eingebaut. Noch heute wird dieser als Nebeneingang genutzt.
1532 wurde die Gemeinde im Zuge der Reformation evangelisch. Im Zusammenhang mit der Hildesheimer Stiftsfehde kam es 1605 zu einem Kirchbrand, der den Turm stark in Mitleidenschaft gerissen hatte, so dass dieser abgerissen werden musste. Es wurde an seiner Stelle ein Dachreiter gebaut, der auch heute noch existiert. Nach dem Entwurf des Regierungs- und Baurates Pfeifer, der auch als Professor für Architektur und Bauwesen an der Hochschule in Braunschweig lehrte und neben Ludwig Winter als der bedeutendste Architekt des Herzogtums Braunschweig anzusehen war, wurde 1903 - 1905 die ”Dorfkirche” zur kreuzförmigen Saalkirche erweitert, der Zugang vom Turm an die neue Südseite verlegt, während im Norden eine Altarapsis und eine Sakristei angebaut wurden. Vorher hatte man allerdings die Emporen und Priechen aus dem Inneren herausgenommen. Aufgegeben wurde auch die alte Ostrichtung der Kirche, indem man jetzt die Kirche nach Norden ausrichtete. Pfeifers Umbau ist von bestechender gestalterischer Qualität, wenn man ihn mit anderen Kirchenneubauten dieser Zeit in Braunschweig vergleicht. Um so höher ist dann Pfeifers Leistung zu bewerten, wie er den neuen Südgiebel zur Großen Straße mit den Anklängen an den damals blühenden Jugendstil und mit seinen rundbogigen Fenstern bescheiden und zurückhaltend mit der mittelalterlichen Dorfkirche verbindet. Bei einer intensiven Betrachtung des Pfeiferschen Nachlassen fällt auf, dass er in Lehndorf zweifellos ein architektonisches Juwel geschaffen hat.
Durch den Einbau von einem rundbogige Fenster im Osten, das aus dem zu diesem Zeitpunkt abgerissenen Ägidienkloster stammt, wird bewusst die Beziehung zum mittelalterlichen Kirchenbau unterstrichen. Entsprechend wurde auch bei der Neugestaltung des Innenraumes der Kirche vorgegangen. Dort, wo das ehemalige mittelalterliche Kirchenschiff mit dem Erweiterungsbau zusammentrifft, wurde vom Hofdekorationsmaler Adolf Quensen das Deckengemälde mit den vier Evangelisten und dem Himmlischen Jerusalem geschaffen. Auch dieser Raum trägt innenarchitektonisch die Handschrift Pfeifers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die schadhaft gewordene Innenausmalung übermalt. Erst 1957 erhielt die Kirche den Namen „Kreuzkirche“ wohl wegen ihrer nun kreuzartigen Form und in Erinnerung an das Kreuzkloster, dem sie früher angehörte. 1972 wurde die Decke wieder freigelegt und 1989 bis 1990 die Innenausmalung, an den Bögen und in den Fensterlaibungen freigelegt und wieder hergestellt. Auf die Gesamtwiederherstellung aller Wandmalereien wurde verzichtet.
Ursprünglich handelte es sich um ein Benediktinerinnen-Kloster. Stifter des Klosters soll Ritter Balduin von Campen gewesen
sein, dessen Bruder Jordan, Truchsess Herzog Ottos des Kindes, 1230 als erster in der Klosterkirche bestattet wurde. 1241 wurde
die Klosterkirche erstmals urkundlich als „Sanct Crucis“ erwähnt. Um 1400 wurde es in ein Zisterzienserinnenkloster umgewandelt
und wurde bis 1532 von Nonnen dieses Ordens bewirtschaftet und bewohnt. Nach der Reformation in Braunschweig, im Jahre 1528,
bestand das katholische Kloster zunächst weiter. 1532 wurde jedoch die letzte katholische Äbtissin, Gertrud Holle, die sich
bisher geweigert hatte, den neuen Glauben anzunehmen, ihres Amtes enthoben und durch die lutherische Adelheid von Lafferde
ersetzt. Das Kreuzkloster war fortan ein lutherischer Frauen-Konvent, der bis zur Zerstörung des Klosters im Oktober 1944
fortbestand. Hauptaufgabe der Stiftsdamen war die Krankenpflege sowie die Leitung einer Mädchen-Schule.
Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert schwankte die Zahl der „Konventualinnen“, also der Stiftsdamen, zwischen 12 und 15, während die Zahl der unterrichteten Mädchen, die im Kloster wie in einem Internat untergebracht waren, im gleichen Zeitraum von 15 auf 24 stieg. Im Jahre 1800 zählte der Konvent eine Domina, einen Propst und 14 Konventualinnen.
Das Gesamtkloster wurde in protestantischer Zeit von zwei Ratsherren oder sonstigen angesehenen Bürgern geleitet, diesen unterstand ein „Propst“, der allerdings nicht mehr wie früher ein Geistlicher war, sondern ein vom Rat eingesetzter weltlicher Verwalter. Nach der Unterwerfung der Stadt im Jahre 1671 kamen die Konventualinnen nicht mehr wie früher aus den Kreisen der wohlhabenden Kaufleute und Handwerker sondern, es handelte sich nun um Töchter und Witwen verdienter herzoglicher Beamten oder Geistlicher, die nun dort wohnten.
Eine erste Kirche aus dem 13. Jahrhundert war mit einem Kreuzgang versehen und evtl. dreischiffig ausgeführt. Sie verfügte über zwei Nebenkapellen (zwischen 1403 und 1410 errichtet), sowie drei Altäre (aus dem frühen 15. Jahrhundert sowie eine Orgel von 1414. Diese, nun evangelische Kirche, wurde von den Braunschweigern aus Furcht vor dem katholischen Welfen-Herzog Heinrich dem Jüngeren 1545 auf Befehl des Rates abgerissen, aber von 1567 bis 1571 als einzige massivgebaute Renaissancekirche der Stadt wieder aufgebaut. Am 16. Mai 1571 wurde der Neubau durch den Braunschweigischen Superintendenten Martin Chemnitz geweiht. Mitte des 15. Jahrhunderts wohnten 30 Nonnen im Stift, das meist von einer Äbtissin und einer Priorin geleitet wurde. Der Propst wurde jeweils vom Altstadt-Rat auf Lebenszeit oder zeitlich befristet ernannt und musste vom Hildesheimer Bischof bestätigt werden. Bei der Belagerung der Stadt durch Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel im Jahre 1605, wurde die Kirche erneut zerstört. Der letzte Klosterkirchenneubau wurde 1609 geweiht. Es handelte sich um ein schlichtes Fachwerkgebäude mit Dachreiter. Gleichzeitig wurde ein großes Wohngebäude für die Stiftsdamen erbaut, das direkt an die Kirche grenzte. In die barocke Kirche wurde 1712 eine von Anton Detlev Jenner geschnitzte Altarwand eingebaut. Vor dieser platzierte Jenner, wahrscheinlich um Kosten zu sparen, eine spätgotische Kanzel (entstanden um 1490) aus dem ehemaligen Paulinerkloster am Bohlweg, das nicht mehr genutzt wurde. Diese Kanzel konnte 1944, während des Zweiten Weltkrieges, vom Braunschweigischen Landeskonservator Kurt Seeleke zusammen mit Herman Flesche in Sicherheit gebracht werden, sodass sie das einzige Stück des Innenausbaus der Kreuzklosterkirche ist, das die Bombennacht vom 15. Oktober 1944 unbeschadet überstanden hat. Heute befindet sie sich in der Aegidienkirche. Weitere gerettete Gegenstände sind ein Kelch aus dem 14. Jahrhundert und einige Parament-Stickereien, die sich heute im Herzog Anton Ulrich-Museum befinden.
Der Klosterfriedhof diente zunächst sowohl dem Kloster als auch der nahen Petri-Gemeinde für ihre Vorstadt Rennelberg mit 42 Wohnhäusern als Bestattungsort. Der älteste, heute noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahre 1633 und wurde für Anna von Engelnstedt, Domina des Klosters, angefertigt. Noch 1710 beanspruchte die Petri-Gemeinde den Friedhof für ihre Mitglieder. Aufgrund Platzmangels wurde 1887 beschlossen, nur noch Konventualinnen, Klosterleiterinnen und zum Kloster gehörige Personen dort zu beerdigt. Die letzte Bestattung fand Anfang Oktober 1944, kurz vor der Zerstörung der ehemaligen Klosteranlage statt, es handelte sich dabei um die letzte Äbtissin des Klosters, Oberin Martha Lippelt. Damit war der Friedhof knapp 700 Jahre in Nutzung.
Als Ort wird Riddagshausen 1146 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, eben in jenem Jahr, in dem Heinrich der Löwe dem in Gründung
befindlichen Kloster das Dorf Ritdageshusen mit all dessen Landbesitz und Arbeitskräften als Erstausstattung übertrug. Aus dem
Ortsnamen lässt sich unschwer ablesen, dass die Siedlung zwei bis drei Jahrhunderte länger existiert. Gegründet wurde sie
offensichtlich von einem Mann namens Ricdagus bzw. Riddagus; dieser Vorname war hier noch bis zum 12. Jahrhundert anzutreffen.
Die Endung -husen für einen Ortsnamen war in dieser Gegend nur bis zum frühen 10. Jahrhundert gängig und wurde später durch
Endungen wie -roth (-rode) oder, im 12. Jahrhundert -hagen abgelöst.
Päpstliche Bestätigung und Schutz besitzt das Kloster seit 1147. Wie Heinrich der Löwe, so förderte auch Bischof Rudolf III. (1136–1149) von Halberstadt die Ansiedlung der Zisterzienser in seinem Bistum. 1216 begann man, die Klosterkirche durch einen Neubau zu ersetzen. Schon im 13. Jahrhundert waren die Zisterzienser wirtschaftlich unabhängig. Anfang des 14. Jahrhunderts entstand außerhalb der Klosteranlage das Dorf Neuhof, das den heutigen Ortskern bildet. 1605 gab es in Neuhof zwei große Ackerhöfe, acht Kothöfe und ab 1683 auch ein Rittergut. 1822 wurde Neuhof mit der Klosterdomäne zu einer Kirchengemeinde vereinigt.
Vorbild der Riddagshäuser Klosterkirche war das Zisterzienserkloster Cîteaux in Burgund, wo der Orden entstanden war. Die architektonische Konzeption folgte zunächst dem verbindlichen Prinzip asketischer Strenge - der Schmuckreichtum anderer zeitgenössischer Bauten wurde nicht kopiert. Erst als begonnen wurde, das Mittelschiff einzuwölben, hatte sich in der Architektur der klassisch-gotische Stil durchgesetzt, so dass im weiteren Verlauf zunehmend von der Idee einer puristischen Zisterzienserkirche abgewichen wurde. Nach gut 60-jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche 1275 geweiht. Das Torhaus (in dem sich heute das Zisterziensermuseum befindet) war übrigens schon Ende des 12. Jahrhunderts entstanden, während die kleine Fremdenkapelle nebenan kurz vor der Klosterkirche fertiggestellt wurde.
Höhepunkte im Kirchenleben der folgenden Jahrhunderte waren der Besuch des Kardinals Nikolaus von Kues 1451 sowie die Gewährung
bischöflicher Rechte (z.B. Tragen von Mitra und Ring) an den Abt von Riddagshausen durch Papst Sixtus IV. Seit 1492 kam es immer
wieder zu Zerstörungen durch Braunschweiger: die Welfenherzöge schlugen bei ihren Belagerungen der Stadt Braunschweig ihr
Feldlager bevorzugt in Riddagshausen auf, haben also die Braunschweiger provoziert. Die Reformation wurde 1542 begonnen und 1568
abgeschlossen.
1690 wurde im Kloster auf Anweisung der Herzöge Anton Ulrich und Rudolf August als Seminarium Ministrorum Ecclesiae ein Predigerseminar gegründet, das erste und älteste seiner Art, mit dem „die praktisch-theologischen Qualitäten angehender Prediger verbessert“ werden sollten. Mit der Säkularisierung des Klosters Riddagshausen im Jahre 1809 während der napoleonischen Besatzung wurde das Predigerseminar geschlossen und erst 1837 - diesmal in der Herzogstadt Wolfenbüttel mit dem Sitz des Herzoglichen Konsistoriums - neu eröffnet. Dem Predigerseminar angeschlossen war eine Klosterbibliothek.
In der Klosterkirche hat u.a. der berühmte ev.-luth. Aufklärungstheologe Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, auch Abt Jerusalem genannt, seine letzte Ruhe gefunden. 1856-83 erfolgte die Renovierung der Kirche durch Kreisbaumeister Wiehe, in den Jahren 1962-75 kam es zu weiteren Ausbesserungen und Neuausmalungen. Von der frühen Anlage sind die Kirche (1275), die Siechenkapelle (1305), ein Stück Klostermauer, der Zugang zum Kloster und das romanische Nordtor-Gebäude (1147) mit der Torkapelle und der Pförtnerzelle erhalten. Diese bereits erwähnte Frauenkapelle von 1275 war für den Gottesdienst von Fremden und Frauen bestimmt. Außerdem prägt die Kirche der Taufstein von 1562, die Renaissance-Kanzel aus Lindenholz von 1622, der spätbarocke Hochaltar von Matthäus Heinrich Vetten aus dem Jahr 1735 und der wertvolle Orgelprospekt von Esaias Compenius d. J. aus dem Jahr 1619 (darinnen neues Orgelwerk von Friedrich Führer, Wilhelmshaven, 1979).
In Riddagshausen sind mehrere Orte aufgegangen oder zur Wüstung geworden. Morthorp, das am Streitberg auf dem Gelände des Braunschweiger Hauptfriedhofs lag, ist in Neudorf-Riddagshausen aufgegangen. (Alle Angaben nach Bornstedt. Der größte Teil der Wüstung Ottonroth am Nußberg ging im Flur von Neustadt-Riddagshausen auf.
Hunesheim lag wahrscheinlich ab 500 auf dem Gelände des heutigen Ortes Riddagshausen am Lünischteich (Hünischteich) und ging bald nach 1145 als Grangie als Dorf in das Kloster ein. Ab 1226 wurde es direkt von Kloster verwaltet und ging dann als Siedlung ein. Alle bisher genannten Wüstungen sind in der Weiheurkunde von 1031 der Magnikirche genannt. Die Wüstung Kaunum (lt. Gäbler Kaunem oder Choenhem, lt. Hahne Caunum oder Cavensheim wurde ebenfalls Grangie des Klosters. Der Ort entstand laut Bornstedt vor 500 v. Chr.. Der Kaulenteich an der Gaststätte Waldfrieden erinnert an den Ort, der etwa in dieser Gegend lag. Der Ort wird gemäß den Angaben aller drei genannten Autoren 1067 erwähnt, allerdings nennt jeder einen anderen Namen, aber keine Quelle. Bei Hahne findet sich ein Hinweis auf das Blasiusstift. Auch Ottenrode am Nußberg ging im Kloster auf. 1281 kam der Mastbruch, der zum Siechenholz von St. Leonhard gehörte zum Kloster Riddagshausen.
Neben den in Riddagshausen aufgegangenen Wüstungen gab es Klosterbesitz in zahlreichen Orten. Der Klosterbesitz, so Gäbler wuchs schnell. Die Erwerbspolitik bediente sich "aller Mittel - Schenkung, Kauf, Tausch und kirchlicher Druck fehlte nicht-" 100 Jahre nach der Gründung gehörten dem Kloster etwas 100 Hufen, nach 300 Jahren waren es schon 500 Hufen. Der Grundbesitz lag weit verstreut bei Peine, Schöningen und in den Städten Braunschweig, Hildesheim und Magdeburg. Das Kerngebiet lag jedoch mit Riddagshausen, Neuhof, Mascherode, Klein-Schöppenstedt, Gliesmarode, Querum und Hondelage nahe zusammen und bildete später den Hauptteil des Amtes Riddagshausen. Dazu kamen die Vogtei Meerdorf mit Meerdorf und Harvesse sowie Wobeck, Offleben und Unseburg. Nur Rautheim konnte wegen der Beharrlichkeit seiner Besitzer eine gewisse Eigenständigkeit bis zur französischen Besetzung behalten. Das Kloster hatte immer wieder Probleme mit seinen Nachbarn um Weiderechte, Rechte in den Wäldern oder um den Steinabbau im Nußberg.
Das Amt Riddagshausen war zunächst vor allem ein Amtsgericht oder hatte die Zuständigkeit dieses Gerichtes, wurde aber später auch als Gebietsbegriff benutzt. Dies Amt ging aber während der französischen Besetzung im "Landkanton Braunschweig im Osten" im Département Oker auf. In der Neuen Landschaftsordnung für das Herzogtum Braunschweig von 1832 (Stand 1922) werden die Ämter Vechelde und Riddagshausen zu einem Wahlkreis zusammengeführt, am 1. Januar 1833 danach werden die beiden Ämter und die Stadt Braunschweig zur Kreisdirektion Braunschweig, dem Vorgänger des Landkreis Braunschweig zusammengefasst.